Die Dorfmosterei in Vilters hat eine lange Tradition und wurde über mehrere Generationen von der Familie Schumacher geprägt. Als Anton «Tuni» Schumacher den Betrieb von seinem Vater übernahm, führte er die Mosterei mit viel Leidenschaft weiter und modernisierte sie Schritt für Schritt. Aus der alten, dunklen Mosti entstand ein heller, einladender Betrieb, der im Herbst zu einem wichtigen Treffpunkt im Dorf wurde. Hier traf man bekannte Gesichter, tauschte Neuigkeiten aus und brachte die Ernte des Jahres vorbei.
Mit der steigenden Nachfrage nach haltbarem Süssmost investierte Tuni gezielt in neue Technik: 2005 wurde ein Durchlaufpasteurisierer angeschafft, 2006 folgte die Einbandpresse. Diese Geräte ermöglichten eine effizientere Verarbeitung und verbesserten die Qualität des Mostes deutlich. Während der Saison konnte Tuni stets auf die Unterstützung stiller Helfer zählen – darunter Kurath Hans, Vils Bernhard, Vils Josef und Schneider Ignaz –, die im Hintergrund zuverlässig mithalfen.
Für Tuni war die Dorfmosterei weit mehr als ein Arbeitsplatz. Sie war eine willkommene Abwechslung zum Alltag, ein Ort der Begegnung und ein Stück Heimat. Besonders freute es ihn, die Äpfel seiner eigenen, teils selbst gepflanzten Bäume zu verarbeiten. Dieser persönliche Einsatz und die Verbundenheit zur Dorfgemeinschaft prägen die Dorf-Moschti bis heute.